Sony 28-70mm f2 GM: Mein Test und persönliche Erfahrungen

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Sony 28-70mm f2 GM: Mein Test und persönliche Erfahrungen

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Stefan Franke (38) aus Fulda. Ich liebe Fotografieren, Reisen, Calisthenics und Laufsport. In meinem Blog schreibe ich über fotografische Themen, inspirierende Künstler, spannende Technik, persönliche Gedanken – und darüber, wie sich Leben, Kreativität und Bewegung verbinden lassen.

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Stefan Franke

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Das wichtigste in Kürze

Das Sony 28-70mm F2 GM sorgt für Aufsehen – ein lichtstarkes Zoom, das Flexibilität und Qualität vereint. Lies meine Erfahrungen aus echten Shootings und entdecke meine Blueprints zum 28-70 f2 GM für deine Wandgestaltung!

Du kennst das Gefühl, wenn ein neues Objektiv angekündigt wird, das auf dem Papier einfach zu gut klingt, um es zu ignorieren? Genau so ging es mir vor ein paar Jahren mit dem Canon RF 28-70mm f2 – ein echtes Statement in Sachen Lichtstärke und Brennweite. Ich war sofort neugierig, aber da ich fest im Sony-System arbeite, blieb es für mich erst mal nur ein interessanter Blick über den Tellerrand.

Das änderte sich schlagartig, als Sony im Dezember 2024 sein eigenes Pendant präsentierte: das Sony 28-70mm F2 G Master. Anfangs war ich skeptisch – braucht man so ein Objektiv wirklich, wenn man bereits eine solide G Master Prime-Lineup besitzt? Doch je mehr ich mich mit den technischen Daten beschäftigte, desto größer wurde die Neugier.

Mit nur 918 Gramm ist das Sony-Modell ein echtes Leichtgewicht. Zum Vergleich: Das Canon wiegt stolze 1.430 Gramm – das sind über 500 Gramm Unterschied, also 56 % weniger Gewicht. Auch was das Volumen angeht, ist das Sony deutlich schlanker. Und das merkt man sofort – nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem in der Hand.

Vom Zweifel zur Entscheidung

Trotzdem habe ich mir Zeit gelassen. Wochenlang überlegte ich hin und her – schließlich besitze ich bereits die G Master Festbrennweiten 35mm, 50mm, 85mm und 135mm. Also keine Lücken im Portfolio, zumindest nicht auf dem Papier. Aber genau da lag der Punkt: Es ging mir nicht um fehlende Brennweiten, sondern um Flexibilität – vor allem in Situationen, in denen Wechseln keine Option ist. Doch dazu später mehr.

Wie das Objektiv zu mir kam

Ein Zufall brachte schließlich die Entscheidung. Ich war in Frankfurt, weil mein Tesla im Service-Center war. Ganz in der Nähe: die Calumet Filiale auf der Hanauer Landstraße. Eigentlich wollte ich nur mal kurz schauen – du kennst das. Ganz ohne Kaufabsicht 🙂 .

Ich habe mir das 28-70 GM dann doch mal geben lassen. Mein erster physischer Kontakt – und wow, es war eine Überraschung! Für seine Größe wirkt es fast filigran. Und an meiner A9III? Kein riesiger Klotz, sondern fast schon vertraut leicht. Das Handling erinnerte mich eher an das 85 1.4 GM als an ein extremes Zoom-Monster.

Tja – und so verließ ich den Laden, 3.600 € (Brutto) leichter, aber mit einem breiten Grinsen. Und der Vorfreude, dieses Objektiv endlich im echten Einsatz zu testen.

Warum das 28–70 2.0 GM und dieser Brennweitenbereich?

Von der Festbrennweite zum Zoom – warum jetzt?

Ich fotografiere jetzt seit über 15 Jahren – und eigentlich immer mit Festbrennweiten. Zoom-Objektive haben mich nie so richtig gereizt. Der Hauptgrund war simpel: Sie waren mir zu lichtschwach, zu groß, und technisch oft nicht auf dem Niveau, das ich mir von einem professionellen Setup wünsche – insbesondere, was Schärfe und Kompaktheit angeht.

Gerade die Kompaktheit war für mich immer ein echter Pluspunkt. Ein 35mm oder 85mm G Master wirkt fast wie ein verlängerter Teil der Kamera – leicht, unkompliziert, fokussiert. Dieses Gefühl, mit einer handlichen Einheit unterwegs zu sein, möchte ich ungern missen.

Doch in den letzten Jahren hat sich im Objektivbau einiges getan. Plötzlich tauchten neue Zoom-Konstruktionen auf, die mit hoher Lichtstärke überzeugten. Ich erinnere mich gut an das Tamron 35-150mm f/2-2.8 – ein wirklich spannendes Objektiv, das gezeigt hat, was heute möglich ist. Aber: zu groß. Für mich einfach zu wuchtig für den Alltag. Deshalb kam es nie ernsthaft infrage.

Canon war dann der erste große Hersteller, der es geschafft hat, ein echtes Statement zu setzen: 28-70mm mit durchgehender Blende f/2.0 – ein Meilenstein. Ich war wirklich beeindruckt. Der Brennweitenbereich macht Sinn, die Lichtstärke ist hervorragend – und die Qualität auf absolutem Top-Niveau. Aber ich bin tief im Sony-System verankert – also blieb es bei der Begeisterung aus der Ferne.

Erst als Sony selbst letztes Jahr das 28-70mm F2 G Master präsentierte, wurde es für mich konkret. Ich habe mir Testberichte angeschaut, einige YouTube-Reviews durchforstet, war neugierig. Aber ich gebe zu: Der Preis hat mich zunächst abgeschreckt. 3.600 Euro sind kein Impulskauf – dachte ich zumindest.

Wie in der Einleitung beschrieben, kam es dann aber doch genau so: ein Spontankauf in Frankfurt, und bis heute keine Sekunde bereut.

Ein Objektiv, das Lücken schließt – nicht ersetzt

Warum? Weil sich eine Wahrheit immer wieder zeigt: Flexibilität schlägt in vielen Situationen alles. Gerade bei Reportagen, bei Events oder in urbanen Settings, wenn du nur mit einer Kamera unterwegs bist, wirst du schnell merken, wie oft 35mm zu kurz oder 85mm zu lang ist. Und dann beginnt der Wechselwahnsinn: Tasche auf, Objektiv raus, das andere wieder rein – mitten in der Situation. Genau da macht ein flexibles Zoom wie das 28–70 mm f/2 einfach Sinn. Ein Objektiv drauf fotografieren, fertig.

Das bedeutet nicht, dass Festbrennweiten obsolet sind – im Gegenteil. Ich schätze sie nach wie vor für ihre optische Perfektion, für die oft noch kompaktere Bauform und für die maximale Lichtstärke, die in bestimmten Situationen einfach entscheidend sein kann. Ein 35mm f/1.4 oder ein 85mm f/1.4 hat in Lowlight-Situationen schlichtweg mehr Reserven als ein Zoom mit f/2. Und genau dort werden sie bei mir auch weiterhin zum Einsatz kommen.

Aber das Sony 28-70 GM ist für mich ein echter Mehrgewinn im Alltag geworden – weil es mir erlaubt, ohne Kompromisse flexibel zu sein. Und das ist etwas, was ich lange nicht hatte.

Erste Shootings – das Objektiv in der Praxis

Ich habe das 28–70 mm F2 GM bislang hauptsächlich auf Hochzeiten eingesetzt – und genau hier sehe ich auch seinen größten Einsatzzweck, vor allem für Reportagen. Der wohl größte Vorteil: kein ständiger Objektivwechsel.

Mein typisches Setup für Reportagen und Events sieht so aus:

  • Rechte Schulter: Sony A9 III mit dem 28-70mm F2 GM
  • Linke Schulter: Sony A9 III mit dem 85mm f/1.4 GM

So habe ich auf der einen Seite die Flexibilität von 28 bis 70mm, und auf der anderen den unverwechselbaren 85mm-Look, den das Zoom für meinen Geschmack nicht ersetzen kann. Manchmal wechsle ich an der zweiten Kamera auch gern auf das 50mm f/1.2 GM, einfach weil dieser Look etwas Besonderes hat und sich vom Zoom deutlich unterscheidet.

Die Festbrennweiten bringen zusätzlich den Vorteil, dass sie leichter und im Handling oft noch etwas entspannter sind – ein Faktor, der nach vielen Stunden im Einsatz durchaus spürbar wird.

Handling und Ergonomie

Das 28-70mm F2 GM ist hervorragend ausbalanciert. Weder Front- noch Hecklastigkeit lassen es unangenehm kippen – besonders an den größeren Sony-Bodies liegt es sehr angenehm in der Hand.
Größen- und Gewichtsmäßig erinnert es stark an das 85mm f/1.4 GM der ersten Generation, das ebenfalls um die 900 Gramm wiegt. Der Frontdurchmesser des 28-70 ist allerdings etwas größer.

Der Zoomring läuft seidenweich und deckt den gesamten Bereich von 28 bis 70mm in nur etwa 30 bis 40 Grad Drehung ab – das macht Brennweitenwechsel extrem schnell.

Fokus und Performance

Die Fokusgeschwindigkeit ist auf absolutem Top-Niveau. Kein Wunder – die neueren Sony-Objektive glänzen hier alle, und auch das 28-70mm GM macht keine Abstriche. Der Autofokus arbeitet präzise, leise und blitzschnell, egal ob im Porträtmodus oder beim Verfolgen von Bewegung.

Insgesamt hat mich das Objektiv in der Praxis überraschend positiv überzeugt. Wenn du es zum ersten Mal in die Hand nimmst, wirst du wahrscheinlich genauso verblüfft sein wie ich, wie Sony es geschafft hat, ein für diese Kategorie so leichtes und kompaktes Zoom zu bauen – ohne Kompromisse bei der Leistung.

sony sel2870gm test 10
sony sel2870gm test 10

4. Bildqualität, Look und Alltagstauglichkeit

Die Bildqualität und der Look dieses Objektivs sind – wie so oft – eine sehr subjektive Angelegenheit. Ich bin kein Freund davon, Brennweiten oder Blenden in Tabellenform gegeneinanderzustellen. Das hier ist kein technischer Labortest, sondern mein persönlicher Eindruck aus der Praxis.

Was mir aufgefallen ist: Am langen Ende, also um die 70 mm, wirkt das Bokeh für meinen Geschmack manchmal etwas unruhig. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich stark an den Look meines 85mm f/1.4 GM gewöhnt bin – und der ist nun mal eine andere Liga. Für mich ersetzt das 28-70 den 85mm-Look nicht.

Links: 70mm f2 / Rechts: 28mm f2

Im unteren Brennweitenbereich sieht es schon anders aus. Ein 35mm f/1.4 würde ich zwar im direkten Vergleich noch immer bevorzugen, aber die Unterschiede zum 35mm bei f/2 am Zoom sind überraschend gering. Mal abgesehen von der fehlenden Blendenstufe – die spielt in der Praxis nur in extremen Lowlight-Situationen wirklich eine Rolle. Mit den heutigen Möglichkeiten in Sachen ISO-Rauschverhalten und KI-gestützter Nachbearbeitung sehe ich hier kaum einen praktischen Nachteil.

Wenn du noch keine 35mm-Festbrennweite hast und überlegst, dir das 28-70mm F2 zu kaufen, kannst du das guten Gewissens tun. Bildqualitative Abstriche wirst du kaum bemerken. Der einzige Vorteil einer Festbrennweite in diesem Bereich bleibt ihre kompaktere Bauform und das oft leichtere Handling.

Alltagstauglich – ja. Für den Urlaub gibt’s Besseres.

Im Alltag, vor allem im Job, ist das 28-70mm F2 GM für mich überraschend flexibel. Es deckt einen großen Teil meiner Reportagearbeit ab, ohne dass ich ständig wechseln muss. Für private, kleine Trips würde ich es aber nicht mitnehmen – dafür ist es schlicht zu groß und zu wertvoll.

Wenn du ein universelles Reiseobjektiv suchst, sehe ich hier ganz klar andere Optionen vorne. Zum Beispiel das Tamron 28-200mm, das zwar schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, aber immer noch sehr vielseitig ist – gerade im unteren Brennweitenbereich sogar angenehm lichtstark. Hier mein Testbericht zum Tamron 28-200!

Magst du es dagegen minimalistisch, kann ich dir das Sony 40mm f/2.5 G wärmstens empfehlen. Eine superkompakte Linse mit einem erstaunlich vielseitigen Bildwinkel – perfekt, wenn man leicht unterwegs sein möchte und trotzdem flexibel bleiben will. Schau dir dafür gern meinen Testbericht zur Sony A7CR an!

Entdecke meine Blueprints des Sony 28-70mm F2 GM

Du willst das Sony 28-70mm F2 GM mal aus einer ganz anderen Perspektive sehen?
Ich habe exklusive Blueprints erstellt, die die Konstruktion und das Design dieses besonderen Objektivs zeigen – in drei Varianten: stylisch auf Schwarz und technisch-cool auf Blau in Weiß oder Schwarz.

Ob als Inspiration, Deko für dein Studio oder einfach zum Stöbern für Technik-Fans – die Ansichten sind ein echter Hingucker.

Wenn du Interesse an diesen Blueprints hast, dann schick mir eine Mail, und ich schicke dir die PDFs kostenlos zu.

Liebe Grüße,

Stefan

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