Minimalismus in der Fotografie

Übersicht

Minimalismus in der Fotografie – Manchmal ist weniger einfach mehr

Wer kennt das alte Sprichwort nicht? Sicher, weniger ist mehr, aber ist weniger auch immer gut?

Ich schreibe diesen Beitrag weil ich bemerkt habe, wie gern ich in letzter Zeit mit einer extra Portion Raum fotografiere. Raum, das kann einfach Nichts sein, eine Farbe oder eine Struktur. Doch eben dieser Raum ist dann doch etwas, etwas großes sogar!

Minimalismus in der Fotografie

In der Fotografie hat Minimalismus schon immer dazugehört, ein Foto aktiv zu gestalten macht große Freude und lenkt die Aufmerksamkeit. Das große Ziel ist es hierbei dem Betrachter Raum für Interpretationen zu geben. Doch welche Aspekte machen ein Foto nun minimalistisch, so ganz allgemein?

  • Wenig direkte Aussage, durch wenig Inhalt im Bild
  • Fördernde Stimmungen durch prägnantes Licht
  • Einfachheit mittels klaren Linien, Formen oder Strukturen
  • Eine differenzierte oder eingeschränkte Perspektive kann das Bild inhaltlich und gestalterisch vereinfachen
  • Entsättigte oder eine monochrome Farbwahl geben Ruhe ins Bild

 

Es entstehen also völlig verschiedene Gedanken und Emotionen, ein Aspekt den die Kunst bzw. die Fotografie schon immer geprägt hat.

 

Eine Frage der Interpretation

Das ist spannend, denn z.B. ist meine hier gezeigte kleine Serie vom Berliner „The Cube“ am Hauptbahnhof ganz unterschiedlich angekommen. Meine Freundin hat es nicht verstanden, was zu sehen ist und es viel ihr schwer sich damit auseinanderzusetzen. Das zeigt vor allem eins: Es hat ein Gefühl, oder eine Emotion ausgelöst das Unbehagen, Unsicherheit oder Gleichgültigkeit seien könnten.

Ob es nun Farben, Formen, Strukturen oder Licht sind, ich fotografiere sehr gern „minimalistisch“ und glaube auch es ist eine besondere Herausforderung für Fotografen, denn allzu oft wollen wir „alles drauf kriegen“.

Versuch du doch Auch beim nächsten mal etwas weniger ins Bild zu nehmen.
Ein wenig mehr Inspiration gibts auf Pinterest!

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Stefan Franke und lebe in Fulda! Ich liebe das Laufen, Reisen und Fotografieren. In meinem Blog schreibe ich über fotografische Themen, inspirierende Künstler, spannende Technik oder über das Leben und Reisen. Auf dem Bild siehst du mich auf der Chinesischen Mauer, während eines spontanen Selfies. 

china 2018 stefan franke fotografie 032

Das Lese ich gerade

Susan Sontag erötert die Beziehung der Fotografie zur Kunst, zum allgemeinen Bewusstsein, zur Realität und diskutiert die Arbeiten der berühmten und entscheidenden Fotografen des 20. Jahrhunderts – und die Enstehung einer Ästhetik, die es vor der Fotografie nicht gab. Das Buch ist über 40 Jahre alt, aber aktueller denn je. 

Das HÖre ich gerade

Ich liebe Audio-Inhalte, wie Podcasts oder Hörbücher. Hier zeige ich dir, was mich gerade inspiriert. Vielleicht ist folgender Audio-Content ja auch etwas für dich.

„Wirecard“ Spotify Original Podcast
Ein spannender Wirtschaftskrimmi-Podcast über den ehemals DAX-Konzern Wirecard

stefan franke logo black