Bloggen oder Social-Media? 4 Gründe warum ich lieber blogge!

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Bloggen oder Social-Media? – 4 Vorteile zu bloggen!

Facebook hat erst vor wenigen Wochen ihre neuen Nutzerzahlen und Quartalszahlen veröffentlicht. Mittlerweile nutzen die Plattform ca. 2,8 Milliarden Menschen auf dieser Welt. Das entspricht bei der aktuellen Weltbevölkerung von etwa 7.9 Milliarden Menschen unvorstellbare 35 % aller Menschen.

Die Zahl derer, die Social-Media täglich nutzen dürfte zwar geringer sein, aber die potenzielle Reichweite ist hier hervorragend zu erkennen. Als Fotograf bin ich der Frage: Bloggen oder Social-Media schon lange auf der Spur. Für mich sind es deshalb folgende 4 Gründe und Vorteile zu bloggen.

Social-Media: ein wuchernder Konflikt in mir

Gut, alles hinreichend bekannt könntest du jetzt denken. Das ist es auch und ich will auch gar nicht weiter auf Zahlen rumreiten. Vielmehr habe ich bei mir persönlich in den letzten 2 Jahren einen immer größer werdenden, ja fast schon in mir wuchernden Konflikt bemerkt.

Ich stehe nämlich auf der Klinge des Schwertes und fühle zum einen eine große Abneigung gegen Facebook, Instagram und Co. Zum anderen sind kreative wie ich, fast schon angewiesen auf derartige Soziale-Netzwerke, um Reichweite gezielt zu erreichen.  Ich bin müde vom hinterherrennen um den nächsten Post oder Beitrag.

Ich werde das Gefühl nicht mehr los, die Algorithmen geben den Takt vor, nicht ich selbst. Es ist erschreckend, wie sehr wir dazu neigen, fremdbestimmt zu werden.

Ich habe einfach keine Lust, wertvolle Minuten oder Stunden am Tag damit zu verbringen, mir eine gute Geschichte zu überlegen, die nur darauf ausgerichtet ist, vom Algorithmus positiv bewertet zu werden.  Alles das, damit ich ein paar virtuelle Herzen bekomme, welche den Endorphin Spiegel steigen lassen?

Wie gesund ist unsere globale Scheinwelt?

 

Vor ein paar Tagen war ich nach der Arbeit eine runde im Wald mit dem E-Bike, es wurde gerade (oder besser gesagt endlich) so richtig schön grün. Die frische der Bäume und der Natur lag in der Luft, fast so, als könnte ich sie berühren. Mir ist die Idee für diesen kurzen und persönlichen Artikel genau dort gekommen.

Denn: Was oder wem du dich in deiner kurzen Lebenszeit aussetzt, bestimmst du selbst. Ich halte 30 Minuten Zeit im Wald für nachhaltig besser gelebte Zeit, als 30 Minuten auf Instagram & Co.

Es scheint mir, insbesondere auf dem visuell geprägten sozialen Netzwerk Instagram, herrscht eine Scheinwelt, eine Welt, die von den Nutzern zwar erzeugt wird (in dem Inhalte wie Bilder und Videos hochgeladen werden), von den Maschinen aber bestimmt wird. Bei den oben genannten Nutzerzahlen nur auf Facebook, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es jeden Menschen auf unserer Erde doppelt gibt. Einmal physisch und einmal logisch. Leider werd ich das Gefühl nicht los, das all diese logischen Kopien instrumentalisierte Objekte oder Waren sind. Der aktuelle Facebook und Apple Konflikt um den Datenschutz zeigt es offensichtlich. Es geht um Werbung und letztlich Geld.
Das kann doch nicht gesund für dich sein!

Bevor ich nun komplett abdrifte: Überleg dir Bitte, in welchen Maße du soziale Netzwerke nutzen möchtest, oder ob es nicht gesünder ist, deine Freunde mal anzurufen oder zu besuchen. 

Ein Blog, der mir gehört – 4 Vorteile zu bloggen

Für mich ist die Alternative einen eigenen Blog zu führen, die bessere Variante. Auch, wenn das viel Zeitintensiver und eher einem Marathon zu laufen gleicht. Ich sehe hier im Kern vier große Vorteile zu bloggen:

 

1. Du bestimmst die Inhalte selbst und schreibst, was dir gefällt

Frei von den bewertenden Algorithmen schreibst du über das, was dich bewegt oder eben interessiert. In erster Linie halte ich in meinem Blog die Waage aus Fotografie und Themen um mein Leben selbst. Ein Blog ist vereinfacht gesagt ein öffentliches Tagebuch. Wie tief du hier gehst, entschiedest nur du.

2. Du setzt dich viel aktiver und intensiver mit einem bzw. deinem Thema, oder mit dir selbst auseinander.

Meine Erfahrung ist hier, es ist zwar nicht so schnell wie ein Twitter oder Instagram Post, aber dafür viel bewusster und konzentrierter. Es kann auch Spaß machen, sich mal eines interessanten Themas zu widmen und etwas zu Schreiben. Schreiben kann auch etwas sehr Meditatives an sich haben. Überleg doch mal, was dich gerade so beschäftigt und schreib darüber etwas.
Schreibe, wann und so oft du willst!

3. Du schreibst für dich!

Der dritte Punkt ist eigentlich der wichtigste, denn im Laufe der Zeit ist mir klar geworden, dass ich in erster Instanz für mich allein schreibe. Du könntest auch einfach dein Notizbuch nehmen und dort ganz klassisch reinschreiben. Ein Online-Blog gibt mir aber etwas mehr Commitment und die ein oder andere Reaktion.
Vor allem aber ist dieser gefühlte Druck weg, etwas Posten zu müssen. Ich schreibe einfache regelmäßig im Rahmen meiner Morgenroutine – und wenn das doch mal nicht klappt, ist das auch kein Beinbruch.

4. Generiere über die Zeit dennoch Reichweite und dreh den Spieß um

Denn ein Blog ist aus Onlinemarketing Sicht, das Beantworten von Such Intensionen. Menschen kommen über eine Google Suche zu dir und nicht andersrum und können dich so behutsam (und von dir Kontrolliert) kennenlernen.
Das ist allerdings so, als würdest du als untrainierter ein Marathon laufen. Denn Content-Marketing ist im Laufe der letzten Jahre immer langwieriger geworden. Für mich muss sich deshalb die Mischung halten, Themen und Beiträge, die meinem Thema entsprechend nützlich sein könnten und Themen, die nur für mich persönlich sind.

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Stefan Franke und lebe in Fulda! Ich liebe das Laufen, Reisen und Fotografieren. In meinem Blog schreibe ich über fotografische Themen, inspirierende Künstler, spannende Technik oder über das Leben und Reisen. Auf dem Bild siehst du mich auf der Chinesischen Mauer, während eines spontanen Selfies. 

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Das Lese ich gerade

Susan Sontag erötert die Beziehung der Fotografie zur Kunst, zum allgemeinen Bewusstsein, zur Realität und diskutiert die Arbeiten der berühmten und entscheidenden Fotografen des 20. Jahrhunderts – und die Enstehung einer Ästhetik, die es vor der Fotografie nicht gab. Das Buch ist über 40 Jahre alt, aber aktueller denn je. 

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