Freeletics – Erfahrungen und mein Selbstversuch (rolling review)

Übersicht

Die Fitnessstudios sind geschlossen, Laufgruppen gibt es zurzeit eigentlich nicht und größere öffentliche Sportveranstaltungen werden wohl auch in diesem Jahr wieder ausfallen. So sieht es Anfang 2021 in Deutschland genauer gesagt hier in Fulda aus. Irgendwie will und kann ich mich damit nicht abfinden, sodass ich nach der 90 Tage Challenge von Mark Laureen beschlossen habe den sehr bekannten Trend „Freeletics“ auszuprobieren.

 

In diesem stetig wachsenden Beitrag gebe ich wöchentlich meine Freeletics Fortschritte, Tiefschläge, Eindrücke und Erfahrungen weiter. Denn ich glaube, Freeletics ist der ideale Einstieg in ein Fitnessprogramm, ganz besonders dann, wenn ein Fitnessstudio nicht infrage für dich kommt.

 

Ja und auch dann, wenn uns die Pandemie dazu zwingt, Zuhause Sport zu machen. Wenn ich dich mit meinen Erfahrungen motivieren kann, oder du Interesse daran hast, hat sich dieser Beitrag ja gelohnt. 🙂

 

Was ist Freeletics?

 

Freeletics wurde 2013 von ein paar Münchener Studenten gegründet und zieht heute große Erfolge auf der ganzen Welt. Freeletics ist eine App, welche es auf Kraft- und Ausdauersport ohne Geräte absieht. Das heißt, du bekommst eine genaue Anleitung zu Trainingssätzen, Übungen und Ernährungstipps. Demnach ist Freeletics genau das Richtige für dich, wenn du Selbstdisziplin üben möchtest, fitter werden möchtest, oder einfach keine Lust auf ein Fitnessstudio-Vertrag hast.

 

Wie funktioniert Freeletics?

 

Freeletics verfolgt ein einfaches Ziel: Trainieren mit minimalen Mitteln und egal an welchem Ort. Und genau so funktioniert das ganze. Als Anfänger gibt es begleitete Herausforderungen oder Trainingsprogramme. Der digitale Coach zeigt dir genau, was du wann machen musst. Alle Übungen sind detailliert beschrieben und mit einem kurzen Clip aus mehreren Perspektiven zu sehen.
Eine solche Trainingseinheit funktioniert nach folgenden Muster: Aufwärmen, Technik-Übungen, Intervalle, Götterworkouts und einem Cool-Down.

 

Aufwärmen

Klar, ich glaub, hier brauch ich dir nicht viel zu erzählen. Du wärmst dich auf, hierfür gibt es Übungen aus dem Yoga & Cardio-Training. Ich empfehle die Aufwärmphase besonders ernst zu nehmen. Denn das Training selbst kann sehr fordernd sein und Verletzen möchtest du dich sicher nicht!

 

Technik-Übungen

Hier geht es in erster Linie darum Übungen zu erlernen. Du beginnst mit ein paar Ausführungen unter genauer Erklärung. Im Laufe der Zeit kommen diese Übungen in den Technik-Parts immer wieder. Das Tolle daran ist, du erkennst rasant deine eigenen Fortschritte. So ist es möglich, dass du dich Stück für Stück rantastest. Oder hast du etwa geglaubt, die Profis konnten schwere Übungen wie z. B. einarmige Liegestütze von Geburt an.

 

Intervalle

Dahinter verbergen sich Kraft und Cardio Übungen, welche in Sätze eingeteilt sind. Hier geht es darum, zügig eine bestimmte Abfolge von Übungen zu absolvieren. Die App teilt deine Trainingseinheiten und Intervalle nach Muskelgruppen ein,  sodass du eine optimale Verteilung der Belastungen auf deine Muskelketten verfolgst. Im Prinzip sind diese Intervalle nur die Vorbereitung auf die Königsdisziplin von Freeletics.

 

Götterworkouts

Alle Übungen und Vorbereitungen zahlen auf das Ziel ein, die Götterworkouts so schnell und präzise wie möglich zu absolvieren. Das sind High-Intensive Work-outs mit einer Mischung aus Cardio, Koordination und Kraft. Es gibt eine Vielzahl von Götterworkouts. Hier paar der Freeletics Götterworkouts zum Anschauen.

 

Was kostet Freeletics?

Freeletics gibt es in verschiedenen Abo-Modellen, die „Training Coach“ und „Training & Nutrition“ Variante. Im Prinzip unterscheiden sie sich nur darin, dass die zweite Wahl dich in deiner Ernährung unterstützt.

Der die Preise in der Übersicht bei 3 Monaten (reicht in der Regel für eines der Trainingsprogramme)

Training Coach: 10,76 € im Monat (3 Monate)
Training & Nutrition Bundle: 16,16 € im Monat (3Monate)

Je nach Abo-Modell kann es auch günstiger ausfallen. Insgesamt finde ich die Preise völlig in Ordnung.

 

freeletics erfahrungen 003
freeletics erfahrungen 003

 

Meine Erfahrungen mit Freeletics:
Mein 12 Wochen Trainings Programm

 

Vorab, ich habe mich für ein Trainingsprogramm entschieden. 12 Wochen Kraftaufbau ohne Geräte.
Ich werde jeden Montag, nach dem ersten Training der Woche ein Bild machen, um die Entwicklung zu dokumentieren.

Woche 1  – Start am 4.1.21

freeletics erfahrungen woche 1
freeletics erfahrungen woche 1

Hier das Ausgangsbild vom 4.1.21

Meine erste Woche mit Freeletics war relativ behutsam, ich habe in der App eingestellt: wenig Platz,  leise Trainieren und keine Sprints oder Runs. Da ich in den kommenden Wochen zunächst zu Hause und in der Wohnung trainiere.

In Woche 1 habe ich 4 Einheiten pro Woche angesetzt.

Da ich von den 5 Monaten Training nach Mark Laureen bereits einiges an Kraft und Ausdauer aufbauen konnte, waren die ersten Tage des Trainings zu einfach. Da der Coach in der App jedes Training nach der empfundenen Intensität abfragt, stieg die Intensität erst nach ein paar Einheiten.

Ein Prinzip der Erfolgsmessung ist eine definierte Anzahl einer Übung so schnell wie möglich zu absolvieren.
Die erste Übung, die ich hatte, waren 25x „Leg Wipers“.

In meiner ersten Runde war meine Bestzeit: 0:52 Sekunden. Ich bin gespannt, wie sich diese Zeit verändert.

 

Woche 2

In Woche 2 kam ich allmählich an, der Rhythmus der Einheiten, die App und Abläufe sind gefestigter, sodass es mehr und mehr Spaß macht. Besonders gefallen mir auch die Audio-Sessions, welch du nach den Trainings optional hören kannst (jedoch nur auf Englisch).
Auch in dieser Woche waren es 4 Einheiten.

 

freeletics erfahrungen 001
freeletics erfahrungen 001

 

Woche 3 – Steigerung auf 5x pro Woche

In Woche 3 waren mir die letzten beiden Wochen irgendwie zu wenig, die Übungen wurden durch den Coach schon schwerer, aber es war noch Luft nach oben. Deshalb habe ich mir ab Woche 3 für 5 Trainings pro Woche entschieden.
Interessant in Woche 3 war die Entwicklung der Zeit für 50x Push-ups. Hier waren an drei aufeinander folgenden Tagen zum Ende des Trainings 50x Push-ups zu absolvieren. Die Entwicklung:

50x Push-ups in Woche 3 Tag 1: 3:19 min
50x Push-ups in Woche 3 Tag 2: 3:00 min
50x Push-ups in Woche 3 Tag 3: 2:50 min

Das entspricht einer Steigerung von ca. 14,5 % innerhalb von nur 3 absolvierten Einheiten.  Das macht Lust auf die weitere Entwicklung. 🙂

 

Woche 4

In Woche 4 habe ich mich erst so richtig angekommen gefühlt. Die Intensität war deutlich höher, als die aus Woche 1. Bisher hatte ich auch 0 Probleme mit meiner Motivation, das mentale Training aus der 90-Tage Challenge mit Mark Laureen zeigt hier deutlich seine Spuren. Körperlich finde, ich ist aber noch keine markante Entwicklung zu sehen. Hier mein Zwischenstand nach 4 Wochen Freeletics:

freeletics erfahrungen woche 4
freeletics erfahrungen woche 4

 

Woche 5

Woche 5 liegt hinter Woche und war definitiv die bisher anstrengendste.
Begonnen hat diese Trainingswoche mit 3x Morpheus, eine intensive Mischung aus Cardio und Kraft für den Oberkörper.
Meine Zeit hier: 31:17 min.
Ich bin gespannt, was beim nächsten Mal das Ergebnis sein wird. Was mich jeden Tag begleitet hat, war ständiger Muskelkater, das hab ich so auch noch nicht erlebt. Schön war, ich konnte sogar am Mittwoch dieser Woche draußen trainieren, angenehme 8 Grad  taten echt gut. Auch wenn es Heute, zum Beginn der 6 Woche (8.2.21) ganz anders aussieht und ein starker Wintereinbruch mich wieder in meine 4 Wände zwingt.

 

freeletics erfahrungen 002
freeletics erfahrungen 002

 

Woche 6 – von Clapping Pushups bis zum Handstand

 

Woche 6 ging so schnell vorbei, trotz der sehr anstrengenden 5 Einheiten in dieser Woche. Gekennzeichnet war diese Woche wieder von einer Steigerung der Intensität, es zeichnet sich ab, dass 2 volle Götter-Workouts pro Woche folgen werden. Zumindest war die Woche 6 3/5 Empousa und 3/4 Archane auf dem Programm.
Dazu kamen erste Varianten des Handstands. Die App schlägt zwar vor, direkt mit dem Rücken zur Wand zu stehen, allerdings schaff ich es noch nicht richtig, den Schwung mitzunehmen. Ich glaube, das ist Kopfsache 🙂 rückwärts an der Wand hochlaufen und so den Handstand üben, ist da erstmal die einfachere Variante.

Respekt hab ich auch vor den Clapping Pushups, die sehen im Erklär-Clip zwar total einfach aus, rauben aber richtig schnell die Energie.

Körperlich fühle ich mich großartig, ich freue mich jeden Tag auf das Training zur Mittagszeit. Ein großer Vorteil vom Homeoffice, ist es, regelmäßig Sport machen zu können und die Arbeitspausen dafür zu nutzen. Ich wünschte, im Büro gäbe es Duschen, das wäre genau meine Art die Pausen im Sommer zu verbringen.

 

Woche 7 – folgt…

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