Was Entspannung & Fotografieren gemeinsam haben

Übersicht

Es ist Sonntag, der 13. September 2020 und einer dieser wunderbar schönen Spätsommer Tage mit etwas mehr als 20 Grad. Die Sonne geht um 19:39 unter, der Herbst liegt unmittelbar bevor und die Sonne beginnt sich schon früh zu senken. Ideale Bedingungen nach einer langen Woche den Tag durch Fotografieren ausklingen zu lassen.

Fotografie als Entspannung

 

Für mich hat die Zeit der hohen sozialen Isolation durch Corona eine innere Veränderung in Gang gesetzt, die hektische Zeit irgendwie zur Ruhe zu bringen. Fotografie ist für mich seither verstärkter ein Weg zu entspannen und zu entschleunigen, gerade dann, wenn es nicht darum geht, für Kunden zu fotografieren, sondern mich einfach treiben zu lassen und meiner Wahrnehmung zu folgen. Ich habe die Zeit dieses schönen Sonntags genutzt und hab zunächst einen an der Eisdiele gemacht. Gestärkt habe ich mich einfach treiben lassen und ein paar Stimmungen festgehalten. Gerade sonntags ist die Atmosphäre in Fulda besonders interessant: Es ist ruhig, aber nicht still und das Licht hebt die Stadt und Menschen in ein spannendes Feld voller Kontraste.

 

 

Monotonie und Momentum – warum du durch Fotografieren zu dir selbst finden kannst

 

Je mehr ich über diese kleinen Fotospaziergänge nachdenke, glaube ich den Reiz dieser Art der Entspannung auf die Spur gekommen zu sein. Es ist eine herrliche Mischung aus Monotonie und Momentum. Monotonie ist hier allerdings nicht mit Langeweile zu verwechseln, vielmehr mit Einfachheit und Klarheit zu verstehen. Denn was ich beim Fotografieren vor allem erlebe, ist eine klare und genaue Konzentration auf den Moment, die Kamera und meine Gefühle genauer gesagt Stimmung. Konzentriert zu sein und den Moment voll wahrzunehmen ist herrlich abgrenzend vor dem ganzen Gebimmel und Kracher ständig auf mich einprasselt. Die Kamera und das Medium Fotografie ist damit wieder ein großartiger Weg, ein Stück zu sich selbst zu finden. Indem ich mich frage, was mir gerade in diesem Moment gefällt, welche Gefühlsschwingungen ich besonders gut aufnehmen kann und in einem Bild festhalte, lerne ich jedes Mal etwas über mich selbst. Das faszinierend, wie ich in meinem Projekt 366 schon mehrfach erleben konnte.

In Anlehnung an die schöne und den entschleunigenden Aspekt der Fotografie hab ich alle Aufnahmen als 4×5 beschnitten, das erinnert mich irgendwie noch mehr an analoge Plattenkameras und große Mittelformat Kameras.

Lasst dich treiben und versuch es doch auch mal mit deiner Kamera an einem sonnigen Sonntag wie meinen Heute.

Liebe Grüße aus Fulda 🙂

 

Wer hier schreibt

Hi, ich bin Stefan Franke und lebe in Fulda! Ich liebe das Laufen, Reisen und Fotografieren. In meinem Blog schreibe ich über fotografische Themen, inspirierende Künstler, spannende Technik oder über das Leben und Reisen. Auf dem Bild siehst du mich auf der Chinesischen Mauer, während eines spontanen Selfies. 

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Das Lese ich gerade

Susan Sontag erötert die Beziehung der Fotografie zur Kunst, zum allgemeinen Bewusstsein, zur Realität und diskutiert die Arbeiten der berühmten und entscheidenden Fotografen des 20. Jahrhunderts – und die Enstehung einer Ästhetik, die es vor der Fotografie nicht gab. Das Buch ist über 40 Jahre alt, aber aktueller denn je. 

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Ich liebe Audio-Inhalte, wie Podcasts oder Hörbücher. Hier zeige ich dir, was mich gerade inspiriert. Vielleicht ist folgender Audio-Content ja auch etwas für dich.

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